Was am Campingplatz zu beachten ist

Direkt bei Ankunft auf dem Campingplatz

Die meisten Campingplätze haben ein Tor oder eine Schranke, die nach der Anmeldung/Registrierung vom Platzbetreiber geöffnet wird und den Einlass gewährt. Die Anmeldung ist aber nicht immer besetzt, weil gegebenenfalls vorhandene Pause- und Ruhezeiten in der Regel strikt eingehalten werden.

Hier sollte man die vorherrschenden Regeln berücksichtigen und notfalls vor dem Tor warten. 

Es lohnt sich, solche Details bereits vor der Abreise telefonisch oder übers Internet zu klären!

 

Vor dem Betreten oder Befahren des Campingplatzes sind diverse Anmeldeformalitäten zu erledigen.

In der Regel werden die Personalien mindestens einer, manchmal auch aller Personen einer Gruppe aufgenommen. Hierzu sollte man seinen Personalausweis oder Führerschein parat haben.

Es ist möglich, dass man hier schon die gesamte Platzmiete oder Kautionen für verschiedenste Sachen hinterlegen muss - also sollte man ausreichend Bargeld am Mann haben.

 

Typische Nebenkosten:

  • Stromkabel-Adapter für Energieversorgung am Platz
  • Duschmarken (z.B. 1 Euro / Stück)
  • Klopapier (Kostenlos)

 

Hier an der Rezeption kann man sich ansonsten über den Campingplatz sowie Freizeitangebot der Region informieren, bekommt rat und meist auch tatkräftige Hilfestellung. 

Wer nicht sicher ist, ob er den gesamten Urlaub auf ausgerechnet diesem Campingplatz verbringen will, sollte erstmal nur 1 bis 2 Tage buchen und bezahlen. So kann man bei Nichtgefallen einfach abreisen und hat keinen Ärger mit der Stornierung. Eine Verlängerung des Aufenthaltes ist eigentlich immer problemlos möglich.

 

Weiterhin sollte man sich im Klaren sein, dass man mit dem Campingplatz Privatgelände betritt und die Regeln des Betreibers zu beachten hat. Insbesondere gilt dies für die Ruhezeiten (beispielsweise Mittagsruhe zwischen 11 und 13 Uhr und Bettruhe ab 23:00 Uhr).

Ist offenes Feuer verboten, gibt es meist ausgewiesene Grillplätze. 

Tagsüber am Campingplatz

In der Regel sind die Camper ein ruhiges, ordentliches und vor allem hilfsbereites Völkchen. Aber man ist in der Wildnis auf sich allein gestellt, weshalb man die nötigste Ausrüstung immer selbst dabei haben sollte.

Siehe hierzu "Basis-Ausstattung".

 

Man sollte auf keinen Fall schlecht gerüstet in den Kampf ziehen um sich vor Ort durchzuschnorren. Das gilt für die Ausrüstung gleichermaßen wie für Essen und Trinken.

Wenn hingegen der sympathische Zeltnachbar zum Abendessen oder zu einem nachtlichen Umtrunk einlädt, darf man dies aus höflichkeit selbstverständlich nicht ausschlagen.

 

Ein normales Zelt kann man natürlich nicht abschließen. Wenn man einen Tagesausflug unternimmt, sich für ein paar Stunden an den See legt oder die sanitären Anlagen "inspiziert", sollte man also keine Wertsachen zurücklassen und sein Hab und Gut in Sicherheit wissen.

Dies gilt insbesondere für wertvolle Gegenstände wie Schmuck, Uhr, Handy und Bargeld.

Ist man mit dem Auto angereist, ist dies der Richtige Ort dafür. Dann muss man nurnoch den Autoschlüssel im Blick oder besser am Gürtel oder in der Hosentasche haben. 

Man kann den Schlüssel und andere Kostbarkeiten auch ganz tief im Rucksack verstecken, sie einem vertrauenswürdigen Zeltnachbarn anvertrauen oder besser an der Rezeption deponieren.

 

 

Höchstes Gebot: nichts wichtiges offen herumliegen lassen! Gelegenheit mach Diebe.

Verlässt man das Zelt für längere Stunden oder Tage, kann man es mit einem kleinen Vorhängeschloss am Reißverschluss des Eingangs sichern. Das würde zwar keinen ernsthaften Einbrecher aufhalten, aber ihn mit Sicherheit abschrecken. Um in das Zelt einzudringen müsste er die Außenhaut, den Reißverschluss oder das Schloss zerstören. Das könnten die Zeltnachbarn bemerken und Du würdest den Einbruch bei der Rückkehr sofort erkennen.

 

Ansonsten gibt es wenig zu beachten, schließlich ist man im Urlaub und soll sich erholen, abschalten und gänzlich entspannen.

Nachts auf dem Campingplatz

Das schönste am Campingtag ist das Betrachten des abendlichen Sonnenuntergangs bei klarer Sicht und einem kalten Bier. Danach wird es schnell dunkel und frisch. Nun ist man auf der glücklichen Seite, wenn man zufällig eine Jacke im Gepäck hat. Andernfalls wärmt man sich mit Freunden am Lagerfeuer oder gönnt sich eine Flasche Feuerwasser. 

Nachts erwachen die Insekten und die Gefahr von Mückenstichen nimmt damit drastisch zu. Darum sollte man vorsorglich alle freien und leicht bekleideten Körperstellen mit Anti-Mücken-Mittel vorbehandeln. Außerdem schützen spezielle Duftkerzen, die ebenfalls abwehrende Duftstoffe enthalten.

 

Sobald die vorgeschriebene Ruhezeit erreicht ist, sollte man aus Rücksicht auf die anderen Camper und aus Angst vor dem Rausschmiss seine Musik leiser drehen. Ja nach Campingplatz wird die Nachtruhe mehr oder weniger ernst genommen. Mal patrouiliert der Sicherheitsdienst und sorgt bei Bedarf eindrucksvoll für Ruhe, mal kann die Meute bis zum Sonnenaufgang lautstark feiern und den gesamten Platz um den Schlaf bringen.

 

Sind alle ruhig, sollte man sich auch schlafen legen. Möchte man aber noch nicht in das Reich der Träume abtauchen, sollte man sich trotzdem möglichst ruhig verhalten und leise bewegen. Die Zeltwände sind sehr dünn, entsprechend schnell kann man sich bei seinen Nachbarn unbeliebt machen.

 

Für den Fall dass man nachts schlafen möchte, sollte man unbedingt ein Paar Ohrenstöpsel dabei haben. Irgendjemand schnarcht immer, oder die Jugendlichen vom Nachbarzelt üben sich im Kampftrinken. Ohropax rein und Ruhe ist.

 

Wie immer gilt besonders hier die goldene Regel:

Sei niemals der lauteste am Platz!

Zur Abreise am Campingplatz

Am Morgen nach der letzten Übernachtung, meist am Ende des Urlaubs, sollte man nicht allzulange ausschlafen.

Bei vielen Campingplätzen gibt es definierte Zeiten bis zu welchen man den Platz geräumt haben muss. Meistens sind diese aber moderat, sodass man sich bis Mittag Zeit lassen kann.

 

Beim Abbau des Zeltes geht man folgendermaßen vor:

Nachdem man seinen Rucksack gepackt hat, muss alles raus aus dem Zelt.

Nun hat man noch die Gelegenheit, Schlafsäcke und Decken zu lüften, am besten auf der Wäscheleine oder einfach auf dem Zeltdach.

 

Den Zeltinnenboden sollte man vom gröbsten Staub und Schmutz befreien, am besten mit einem feuchten Handtuch auswischen. Denn Schlafsäcke, Isomatten und Decken rollt man im Zelt zusammen, da dort der Boden nun sauber ist.

 

Anschließend alle Heringe aus dem Boden ziehen und ebenfalls grob von reinigen.

Wenn die Sonne den Morgentau getrocknet hat, sollte man Zelt- und Bodenplane zum trocknen nach der Sonne ausrichten. Außerdem bietet sich jetzt beim Abbau die letzte Gelegenheit, das Zelt nochmals richtig gut durchzulüften. So hat Schimmel keine Chance und das Zelt ist längerfristig einsatzfähig.

 

Nachdem alles eingepackt ist, gilt es noch einmal suchend über den eigenen Zeltplatz zu laufen. Das ist die letzte Möglichkeit, bevor man dort etwas wichtiges vergisst.

Danach heißt es auschecken. 

Abmeldung und Auslösen der Kaution geschieht wieder an der Rezeption - sofern nicht alle Gebühren schon zu Campingbeginn beglichen wurden.

 

Den Liebgewonnenen Nachbarn muss man nun noch "Adieu" sagen, Kontaktdaten austauschen und ein Treffen im nächsten Sommer, gleiche Zeit, gleicher Ort vereinbaren.